„Ich kann nicht einschlafen, obwohl ich hundemüde bin. Mir tut alles weh – und irgendwie fühlt sich alles nur noch leer an.“ sagte mir Anna im Führungskräfte-Coaching. Als Partnerin einer renommierten Anwaltskanzlei kämpfte sich Anna angestrengt durch die sich auftürmenden Berge von Arbeit – und verlor sich dabei selbst.

Nach außen: Bilderbuchkarriere. Doch im Innen: Erschöpfung, Leere, Entfremdung, Angst.

Und jetzt fühlte sie sich komplett am Boden. Sie berichtete von endlosen Überstunden, von ihrem hohen Engagement für Team und Mandanten – und wie sich ihr überzogener Leistungsanspruch in Leiden verkehrt hatte:

  • Leiden durch Druck und Dauerstress
  • Leiden durch Schlafmangel
  • Leiden an mangelnder Wertschätzung
  • Leiden durch körperliche Schmerzen
  • Leiden an depressiven Verstimmungen
  • Leiden an persönlichen Entbehrungen
  • Leiden durch verloren gegangene Nähe und Beziehungsfähigkeit.

Sie sagte, dass sich keiner verantwortlich fühle und sie für alles einspringen müsse. Sie schwankte zwischen Wut und Resignation. Nach Erhalt des Steuerbescheids fragte sie sich, ob sich Leistung überhaupt noch lohne. Und: Was tue ich mir hier eigentlich an?

Der Weckruf kam spät – in Form eines Burnouts und einer anstehenden medizinischen Abklärung eines Knotens in der linken Brust, die den Raum mit Sorge und echter Angst füllte. Gerade bei ADHS-lern kann das sich Reinschrauben in Katastrophensituationen besonders belastend sein.

Im Coaching wurde ihr klar, wie tief das Muster saß: Auf Leistung dressiert. Auf Zielübererfüllung abgerichtet. Elternhaus, Schule, Universität, Kanzlei – überall galt dasselbe Prinzip: Liebe für Leistung.

Der Lebenslauf war glänzend: Medaillen im Leistungssport, Klasse im Gymnasium übersprungen, Stipendium an Elite-Uni. Karriere im Turbogang. Das volle Programm. Und plötzlich diese unendliche Leere und Kraftlosigkeit.

Die entscheidende Frage lautete nicht mehr „Wie schaffe ich noch mehr?“, sondern:
WARUM sage ich zu allem Ja?
WOFÜR mache ich das alles?
Und wie kann ich wieder bei mir ankommen?

Gerade für kopflastige Vielarbeiter ist es eine ungewohnte, aber heilsame Übung, sich selbst in Frage zu stellen. Genau das haben wir im Frequenzwechsel®-Coaching gemacht.

Energiemanagement im Arbeitsalltag

In der hektischen Arbeitswelt kommt es besonders darauf an, unaufgeregt im Zentrum der eigenen Kraft zu bleiben und seine Ressourcen anzuzapfen. Das setzt voraus, dass wir leicht beschwingt, locker und unverkrampft sind. Das gelingt nur, wenn Führungskräfte sich von unnötigem Ballast befreien und das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen.

Pflichtbewusst kämpfen sich viele Führungskräfte durch eine Unmenge an Aufgaben, beißen die Zähne zusammen, ziehen Ihre Sachen durch, und vor lauter Aktionismus verlieren Sie den Fokus auf das Wesentliche. Und am Ende fehlt die Kraft. So wie bei Anna.

Die Folge: So mancher Extremjobber wird im Burnout von der Überholspur direkt auf die Standspur abgebremst. Der Nährboden für depressive Erschöpfungssymptome, Unzufriedenheit, Verletzungen, Enttäuschungen und Frust wird dabei häufig noch nicht einmal durch die Arbeit gelegt. Vielmehr ist es oft unsere eigene überzogene Vorstellung von Arbeit, die uns erst ins Hamsterrad treibt und dann in die Erschöpfung führt.

Wer als Power-Worker nur noch lebt, um zu arbeiten, überspringt meist eigene Bedürfnisse – und das geht auf Dauer nicht gut.

Daher greift es auch zu kurz, einzig an eine bessere Selbstorganisation zu denken, wenn es darum geht, mehr Zeit für das Eigentliche und Wichtige im Job zu finden.

Selbstmanagement fokussiert häufig auf das Abstellen eines Defizits. Das führt in die Abwehr und Widerstand: Auf unbewusster Ebene erzeugen Defizit-Fokus und das Schon-wieder-etwas-Müssen (nämlich effizienter sein) Widerstand. Statt gegen den Widerstand zu arbeiten ist es sehr viel sinnvoller, an der Leichtigkeit zu arbeiten.

Mit der gesunden Haltung fängt es an

Ein wirklich hilfreicher – aber häufig übersehener – Andockpunkt ist eine neue, gesunde Haltung im Umgang mit der Arbeit und sich selbst. Um mehr Zeit zu haben, sich kraftvoller zu erleben, zu mehr Zufriedenheit zu finden und aus einer neu gefundenen Stärke heraus letztlich sogar mehr zu leisten, gilt es, „einfach nur“ einige ungute Einstellungen abzustellen – und damit einhergehend einige überflüssige Jobs und Anstrengungen über Bord zu werfen.

Selbstfürsorge statt JA zu allem sagen

Bei vielen Führungskräften – und besonders häufig beobachtet bei Frauen – nagt ständig das Gefühl „Ich genüge nicht“. Mit der Kompensation von High-Masking wird unaufhörlich noch eine Schippe draufgelegt. Bedingt durch vorgegebene Ziele, wirtschaftliche Verpflichtungen und dem schlechten Gewissen, allem nicht ausreichend gerecht zu werden, wird nicht nur krampfhaft am Funktionieren-Müssen festgehalten, sondern sich selbst noch mehr und noch mehr abverlangt. Nach dem Motto: „Genug ist nicht genug.“

Wer so tickt, darf sich die Devise vor Augen führen: Raus aus dem Machen und Müssen, rein ins Dürfen und Wollen. Empathische Selbstreflexion und Selbstfürsorge sind wichtige Schritte aus dem Zielerfüllungs- und Schuldsystem: sich beobachten, ohne zu bewerten.

Machen Sie sich klar: Das schlechte Gewissen und das permanente Selbstantreiben stehen häufig für ein von den Eltern oder aus der Schulzeit internalisiertes Leistungsmuster, welches später weiter perpetuiert wird. Die bewusste Veränderung des alten Verhaltensmusters setzt voraus, dass dieses Muster und das gegenwärtige eigene Verhalten bewusst gemacht und erkannt werden. Der nächste Schritt ist, neue Verhaltensmuster anzulegen.

Aus der Neurophysiologie ist bekannt, dass sich Verhalten neu bahnen lässt, indem alte Muster vergessen und neue erlernt werden. Wirksam ist, das alte Muster nicht mehr mit den bekannten Gedanken –„Verdammt, du scrollst schon wieder durch Social Media! Check lieber nochmal die Mails!“ zu füttern. Dies bewirkt, dass die alte neuronale Bahnung verblasst.

Also nicht weiter Öl ins Feuer der erlernten Muster der Anstrengung gießen, sondern umgekehrt das Neue pushen – und Gedanken und Handlungen zu mehr Leichtigkeit und Freiheitsgraden neu bahnen: „Ich darf mir die Erlaubnis geben, mich treiben zu lassen“.

Dadurch verstärkt sich die neue Verschaltung und wird zu einem neuen Muster.
Wenn der Modus in Richtung mehr Leichtigkeit verändert wird, entkrampft sich die Situation. Spürbar wird es vielleicht daran, dass die Nackenverspannungen weniger werden.

NEIN sagen lernen

Bei sich und in seiner Energie zu sein, verlangt eigene Grenzen zu erkennen. Das automatische „Ja-Sagens“ darf durch ein „Nein“ und konkrete Stopp-Symbole ersetzt werden. Nicht NEIN sagen können ist kein Sprachfehler.

Warum nehmen Sie also einen Termin am Montag um 19 Uhr an, wenn das Ihre Zeit zum Tennisspielen ist? Ohne einen guten Ausgleich können Sie im Team nicht ausgeglichen und leistungsfähig sein. Ist es daher nicht sinnvoller das Meeting auf Dienstag 9 Uhr zu verlegen?

Die Gefahr eines JA zu anderen ist, dass es ein NEIN gegen sich selbst bedeuten könnte. Die größte Grenzüberschreitung wäre es, sich selbst zu verlieren.

Mein Impuls daher an alle Führungskräfte: Abstand gewinnen – und sich selbst finden
Langfristig ist es eine wichtige Aufgabe, immer wieder den Abstand zu uns selbst, zu anderen Menschen, zu unserer Arbeit und ihren einzelnen Aufgaben zu finden. Dadurch können wir vorbeugen, dass sich das Spannungsfeld zwischen eigenen Ansprüchen, äußeren Anforderungen und mangelnder Abgrenzungsfähigkeit weiter verschärft und wir allmählich ausbrennen. Mit Abstand sorgen wir dafür, dass wir im Alltagsstrudel nicht untergehen, sondern wir uns mit Kraft und Freude auf das Wesentliche konzentrieren. Das Paradoxe: Erst wenn wir dann und wann auf Abstand zu uns gehen, können wir letztlich an uns andocken, können wir erkennen, was uns wirklich entspricht – und dies dann auch tun.

Wesentlich sind ein selbstempathisches Mindset und ein neues Verständnis von Selbstwirksamkeit

Wirksam sind wir, wenn wir bei uns selbst sind. Und nicht unbedingt, wenn wir unsere Zeit noch besser managen. Mit anderen Worten: Die Beurteilung, ob ein Aspekt wichtig ist oder nicht, ist von viel mehr abhängig als von Arbeitsstruktur und Organisationstalent. Es geht nicht um ein vordergründig besseres Funktionieren, sondern darum, eine neue, gesunde Haltung zur Arbeit zu entwickeln, die letztlich mehr bringt.

Darum: Wie wäre es, all das wegzulassen, was keinen Mehrwert bietet, was am eigenen Wachstum hindert, was langsamer macht, was lähmt und anstrengt? Wie wäre es, sich mehr zu erlauben?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre inneren Widerstände erkennen und mit einem neuen Mind-Set in ein leichteres Arbeiten gelangen.

Für Anna hat sich vieles zum Positiven entwickelt: Viele Befürchtungen konnten ihr genommen werden. Es handelte sich nur um eine Zyste und nicht um einen malignen Tumor in der Brust.

Durch das Frequenzwechsel®-Coaching konnte Anna mit sich selbst und anderen anders umgehen. Die wichtigsten Schritte für Anna als Führungskraft auf diesem Weg waren:

  • echte Self-Awareness statt Selbstoptimierung,
  • Selbstakzeptanz und Akzeptanz der Situation,
  • die Erlaubnis, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen – auf Basis eigener Werte und innerer Stimmigkeit
  • Selbstempathie
  • konsequentes Energiemanagement statt noch mehr Disziplin,
  • Selbstfürsorge.

Der Mind-Set-Shift im Frequenzwechsel®-Coaching ermöglichte es Anna sich selbst neu erleben. Nicht als Funktionserfüllerin einer Performance-Matrix, sondern als Mensch – auch ohne Leistungsanspruch. Einfach so.

Wie geht es Ihnen als hochengagierte Führungskraft? Spüren Sie auch, dass Ihr Leistungsmodus beginnt, sich selbst zu kosten? Dann kann es Zeit sein, Ihr inneres Koordinatensystem und Ihr Energiemanagement zu reflektieren und neu auszurichten.

Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Leistung kein Leiden mehr schaffen soll. Als Arzt und Burnout-Präventions-Coach unterstütze ich Sie, wie ein Frequenzwechsel® wirksam gelingt.

Mit innerer Klarheit, neuer Energie und kosmischem Rückenwind es sich hervorragend durchstarten.

Hören Sie auch unseren Podcast „Braindrops – Kreative Impulse für Führungskräfte“ zu weiteren Führungsthemen. Diesen findest Du auf den führenden Podcast-Kanälen, wie Youtube, Spotify, iTunes etc.

Bis zum nächsten Mal wünsche ich Ihnen eine stressfreie Zeit.
Stay tuned. Keep cool and carry on.
Hochfrequente Grüße sendet Jörg Peter Schröder

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